Girokonto vergleichen
Viele zahlen jeden Monat Kontogebühren, obwohl vollwertige Girokonten kostenlos zu haben sind. Ein Wechsel dauert dank gesetzlichem Kontowechselservice nur wenige Minuten.
Stand: Juli 2026 · unabhängig recherchiert
Das Girokonto ist die Schaltzentrale der eigenen Finanzen – und trotzdem zahlen viele Menschen jahrelang Gebühren, die sich leicht vermeiden ließen. Zahlreiche Banken bieten vollwertige Konten gratis an, mit Karte, App und Online-Banking. Wer vergleicht und wechselt, spart schnell 60–150 € im Jahr, ohne auf Leistung zu verzichten.
Wirklich kostenlos – oder nur mit Bedingung?
Bei „kostenlosen" Konten gibt es zwei Varianten: ohne jede Bedingung gratis oder gratis ab einem monatlichen Mindestgeldeingang (häufig 700–1.000 €). Wer das Konto nur als Zweitkonto nutzt oder unregelmäßiges Einkommen hat, sollte auf ein bedingungslos kostenloses Konto achten, sonst fällt doch eine Gebühr an.
Prüfe zusätzlich, ob Girocard und Kreditkarte kostenlos sind. Manche Banken verlangen für die Girocard extra oder bieten nur eine Debitkarte – das ist beim Bezahlen und bei Mietwagen-Kautionen gelegentlich ein Nachteil.
Bargeld: der wichtigste Praxispunkt
Bei Direktbanken ohne eigenes Filialnetz hebst Du Bargeld über Partner-Automaten oder per Kreditkarte ab. Achte darauf, wie und wo kostenloses Abheben möglich ist – manche Konten erlauben es weltweit mit der Kreditkarte, andere nur an bestimmten Automaten.
Wer regelmäßig Bargeld einzahlt (z. B. Trinkgelder, Verkäufe), sollte das besonders prüfen: Bareinzahlungen sind bei reinen Direktbanken oft umständlich oder kostenpflichtig. Hier kann eine Filialbank trotz Grundgebühr die praktischere Wahl sein.
Dispozins: der teure Kostenfaktor
Wer das Konto überzieht, zahlt Dispozinsen – häufig zweistellig, teils über 13 %. Das ist eine der teuersten Kreditformen überhaupt. Beim Vergleich lohnt der Blick auf einen niedrigen Dispozins, wenn Du den Rahmen gelegentlich nutzt.
Wichtig: Der Dispo ist für kurze Engpässe gedacht. Bei dauerhaftem Minus ist ein Ratenkredit mit festem, deutlich niedrigerem Zins fast immer günstiger. Rechne mit dem Dispozins-Rechner, was Dich der Minusstand tatsächlich kostet.
So einfach ist der Wechsel
Seit 2016 verpflichtet das Zahlungskontengesetz (ZKG) die Banken zu einem Kontowechselservice: Die neue Bank informiert automatisch Deine Zahlungspartner (Arbeitgeber, Vermieter, Versorger) über die neue Kontonummer und überträgt Daueraufträge und Lastschriften. Der Aufwand für Dich ist minimal.
Viele Banken zahlen sogar einen Wechselbonus von 50–150 €. Lass das alte Konto erst schließen, wenn alle Umsätze zuverlässig auf das neue Konto laufen.
Direktbank oder Filialbank – was passt?
| Kriterium | Direktbank | Filialbank |
|---|---|---|
| Grundgebühr | Oft kostenlos | Häufig kostenpflichtig |
| Persönliche Beratung | Telefon / Chat | Vor Ort |
| Bargeld einzahlen | Umständlich | Einfach |
| Bargeld abheben | Automaten / Kreditkarte | Eigene Automaten |
| Ideal für | Digital, kostenbewusst | Bargeld, Beratung |
Allgemeine Orientierung, Stand 2026. Angebote unterscheiden sich je nach Bank.
Vor dem Kontowechsel prüfen
- Kostenlos ohne Bedingung oder Mindestgeldeingang erreichbar?
- Girocard und Kreditkarte inklusive?
- Kostenlose Bargeldversorgung passend zum Nutzungsverhalten
- Dispozins niedrig, falls Du den Rahmen nutzt
- Kontowechselservice (ZKG) wird angeboten
- Eventueller Wechselbonus berücksichtigt
- Altes Konto erst nach vollständiger Umstellung schließen
Passende Rechner
Häufige Fragen
Ist ein kostenloses Girokonto wirklich kostenlos?
Es gibt zwei Varianten: bedingungslos kostenlos oder gratis ab einem monatlichen Mindestgeldeingang von meist 700–1.000 €. Wer unregelmäßiges Einkommen hat, sollte ein Konto ohne Bedingung wählen.
Wie funktioniert der Kontowechsel?
Über den gesetzlichen Kontowechselservice (ZKG): Die neue Bank informiert automatisch Deine Zahlungspartner und überträgt Daueraufträge und Lastschriften. Der Aufwand ist minimal, viele Banken zahlen zusätzlich einen Wechselbonus.
Warum ist der Dispozins so wichtig?
Der Dispozins liegt oft über 13 % und ist damit eine der teuersten Kreditformen. Wer den Rahmen gelegentlich nutzt, sollte auf einen niedrigen Dispozins achten. Bei dauerhaftem Minus ist ein Ratenkredit fast immer günstiger.
Direktbank oder Filialbank – was ist besser?
Direktbanken sind meist kostenlos und digital, aber Bareinzahlungen sind umständlich. Filialbanken bieten Beratung und einfache Bargeldgeschäfte, kosten dafür oft eine Grundgebühr. Es hängt vom Nutzungsverhalten ab.